Diese Worte begleiten mich seit Wochen und ich frage mich immer mal wieder, was sie bedeuten. Bisher war wohl nicht die Zeit, darüber zu schreiben. Heute schon.

    Ich begleite Frauen dabei, sich mit ihren einzigartigen Fähigkeiten und Gaben authentisch sichtbar zu machen, damit diese noch mehr Menschen auf ihrem Weg zu mehr Bewusstsein unterstützen können. Nicht nur im Umgang mit den Menschen, mit denen ich arbeite, sondern gerade auf dem Weg zu mehr Bewusstsein, ist für mich das Selbstverständnis als Mensch absolut wesentlich. Es ist nämlich die Basis, von der aus wir sind, handeln und agieren.

    Und genau DAS macht den Unterschied aus – für uns und die Menschen, die zu uns kommen.

    Als was verstehen wir uns?
    Als Mensch auf der Erde? Als Person in einem System?

     

    Doch wo sind die Unterschiede?

    Das Wort «System» kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet so viel wie «aus mehreren Einzelteilen zusammen gesetztes Ganzes».

    Eine wirklich einheitliche Definition des Begriffs gibt es jedoch nicht, da die Bedeutung je nach Kontext sehr unterschiedlich ist.

    Gemäss Begriffsbestimmung unterscheidet man vor allem zwischen natürlichen, lebendigen Systemen, die universell, kosmisch – wie auch immer du das nennen willst – entstanden sind.

    Dazu gehört z. B. unser Quantensystem, das Planetensystem, das Ökosystem, unser Zell- und Organsysteme usw.

    Und dann gibt es noch die konstruierten Systeme und gewisse Mischformen, die von Einzelnen erdacht und initiiert wurden, wie z. B. soziale Systeme, technische Systeme, das Geld- und Finanzsystem, Glaubenssysteme usw.

    Und natürlich bewegen wir uns als Lebewesen auf dieser Erde mal mehr, mal weniger in diesen Systemen. Wir gestalten diese Systeme oftmals auch mit.

     

    Was passiert jedoch, wenn unsere natürlichen, lebendigen universellen Systeme von den konstruierten, erdachten Systemen begrenzt, beschnitten und eingeschränkt werden?

    Was, wenn uns als Mensch unnatürliche Rollen oder gar Masken («Persona») übergestülpt werden, die im krassen Gegensatz zu unserem lebendigen, natürlichen, universellen Ursprung stehen?

     

    Das ist momentan die Diskussion, die auf vielen Ebenen stattfindet.

    Der sehr unterschiedliche Umgang mit der aktuellen Situation zeigt aber vor allem ganz eklatant auf, welches Selbstverständnis jeder Einzelne ganz individuell hat und wie er sich im Hinblick auf die Gemeinschaft sieht.

    Ich für mich sehe mich als Mensch auf dieser Erde.

    Das lässt sich im Wesentlichen auf die folgenden drei Punkte – unsere Basis als gemeinsamen Nenner – herunterbrechen:

     

    • Freiheit: Ein natürliches, lebendiges System ist in sich immer frei. Frei zur Entfaltung und Entwicklung. Frei, Gutes zu tun aber auch Fehler zu machen.

    • Eigenverantwortung: Ich übernehme die Verantwortung für mein (Über-)Leben und bin bereit, dafür einzustehen.

    • Selbstbestimmung: Ich habe es in der Hand, was mit mir geschieht. Ich bestimme über meinen Körper, mein Leben.

     

    Natürlich überschneiden sich diese Aspekte. Letztlich ist es aber mein Geburtsrecht, frei, eigenverantwortlich und selbstbestimmt zu leben.

    Da ich aber als Einzelner auch in unserer Menschen-Gemeinschaft eingebettet bin, komme ich nicht daran vorbei, diese Aspekte auch noch auf das grosse Ganze übertragen. Denn nur so gestaltet sich ein harmonisches, erfülltes und soziales Miteinander, das dem Wohle aller dient.

    Doch was bedeutet das?

     

    • Freiheit: Wir als Menschen-Gemeinschaft sind frei. Frei zur Entfaltung und Entwicklung. Frei, Gutes zu tun, aber auch Fehler zu machen. Nicht nur als Einzelner, sondern auch für uns als Kollektiv, als Gemeinschaft ist dies unser höchstes, wichtigstes Gut.

    • (Eigen-)Verantwortung: Jeder Einzelne übernimmt die Verantwortung für sich und sein Leben und trägt somit seinen Teil der Verantwortung zum (Über-)Leben unserer Menschen-Gemeinschaft bei. Dies ist kein passiver Akt, sondern ein höchst aktiver. Für sich selbst einzustehen und somit auch für die Menschen-Gemeinschaft einzustehen, erfordert oftmals Klarheit, Mut und Tatkraft.

    • Selbstbestimmung: Hier wird es schon etwas tricky. Wo fängt die Selbstbestimmung innerhalb der Gemeinschaft an, wo hört sie auf? Gibt es natürliche Grenzen unserer Selbstbestimmung oder erdachte, konstruierte Grenzen? Die natürlichen Grenzen unserer Selbstbestimmung enden für mich da, wo wir aus der (Eigen-)Verantwortung heraus zwischen unserer Selbstbestimmung und der Freiheit für die anderen bewusst und verhältnismässig abwägen. Das ist ein Drahtseilakt, keine Frage.

     

    Ich denke, jeder ist in der Lage diese Aspekte auf die aktuelle Situation zu übertragen. Im Business, in der Arbeitswelt und im Privaten. Im Kleinen, wie im ganz Grossen.

     

    Unser Selbstverständnis, also so wie wir uns und die Menschen-Gemeinschaft sehen, das ist der Ursprung, der Dreh- und Angelpunkt aus dem heraus wir sind und handeln.

     

    Klarheit und Bewusstheit mit allen Aspekten von Freiheit, Eigenverantwortung und Selbstbestimmung sind also der Antrieb für ein wertschätzendes, soziales und friedliches Miteinander. Auch oder gerade in Situationen wie wir sie aktuell auf diesem Planeten erleben.

    Jedoch gibt es noch sehr viele Menschen, die sich selbst alles andere als frei, selbstbestimmt und eigenverantwortlich sehen. Die sich ohnmächtig, vollkommen hilflos, anderen und dem Leben ausgeliefert fühlen.

    Hier regiert (noch) die Angst, der Mangel und das fehlende Wissen um die Einzigartigkeit des Seins und das Geschenk der eigenen Grösse und Macht.

     

    Ich bin überzeugt davon, dass das Wertvollste und Wichtigste, das wir für unsere Erde tun können ist, unser Potenzial, unsere Grösse und Eigenmacht wieder zu entdecken, anzuerkennen und zu uns zurückzunehmen. Ermächtigte Menschen wissen um ihre Grösse und brauchen sich niemanden zu beweisen. Sie nutzen ihre Macht im allerpositivsten Sinne zum Wohle der Gemeinschaft und zur Ermächtigung von sich selbst und anderen.

     

    Immer wieder frage ich mich, was es braucht, dass noch mehr Menschen sich wieder mit ihrem wahren Sein verbinden, um so in ihre Freiheit, Eigenmacht, Eigenverantwortung und Selbstbestimmung zu kommen und ihr Bewusstsein dahingehend ausdehnen.

    Und ich danke daher allen da draussen, die bereits jetzt schon ihren Beitrag hierzu leisten, um andere Menschen auf dem Bewusstseinsweg zu begleiten <3.

    Vor einigen Wochen habe ich einen Beitrag geschrieben zum Thema: «Komm auf deinen Platz!» Mit diesen Zeilen möchte ich diesen – vielleicht mal etwas anderen Beitrag von mir – beenden, da diese Worte für mich wichtiger sind, denn je:

     

    KOMM AUF DEINEN PLATZ.

    Du hast in den letzten Jahren viel gelernt, viel bearbeitet, viel erlöst und bist dir bewusst geworden, wie machtvoll du in Wahrheit bist. Und vielleicht fühlt es sich für dich gerade so an, als ob du dich ein Leben lang auf diese Zeit vorbereitet hättest.

    Das ist vermutlich auch so. Doch die Zeit des Lernens und der Vorbereitung ist vorbei.
    Es braucht es DICH. JETZT.

    Es braucht deine Klarheit, deine Ruhe, deine ganze Power. Dein BewusstSEIN.

    Einerseits, um die Energie hier zu halten und um ein Gegengewicht zur Panik, Angst und Hysterie zu bilden – aber vor allem auch, um endlich wieder DEINEN Platz in der einzigartigen Verbindung unserer Menschheitsfamilie einzunehmen.

    Es ist Zeit.
    KOMM AUF DEINEN PLATZ.