(0041) 076 328 2403 info@christinaschmautz.com

Kennst du diese Situation?

– Sobald eine Person in deinem Umfeld von ihren Problemen, Krankheiten und
Herausforderungen erzählt, spitzt du aufmerksam die Ohren.

– In deinem Kopf ploppen etliche Ideen und Vorschläge auf, wie es diese Person
leichter haben könnte, was sie noch versuchen könnte, um z. B. gesundheitlich
wieder auf den Damm zu kommen, ihr Leben leichter zu leben oder …

– Die tollsten Lösungsansätze für ganz viele dieser Herausforderungen kommen
dir auf einmal in den Sinn: Ein ganzes Feuerwerk der Ideen zur Unterstützung
fackelt binnen der wenigen Minuten, in denen diese Person erzählt, in deinem
Inneren ab!

– Und weil du anderen gerne hilfst, erzählst du dieser Person umgehend davon –
meist ohne dass diese dich überhaupt um Hilfe oder Unterstützung bitten muss,
weil du nämlich ganz genau spürst, dass es ihr nicht gut geht:

„Kennst du … schon?“
„Hast du es schon mit … versucht?“
„Mir ging es auch schon mal so, da habe ich …“
„Ich kenne da jemand, bei dem hat … geholfen!“
„Ich mache dir mal … und dann schaust du mal, was passiert!“
„Frag doch Frau XY mal nach einem Termin, die ist super!“

– In manchen Fällen sind diese Personen dankbar für deine Tipps und setzen diese
auch um.

– Vermutlich läufst du aber auch ganz oft gegen Wände und Barrieren und bist
dann völlig perplex und erstaunt, weil keiner deiner Vorschläge auch nur eine
Überlegung wert zu sein scheint. Und trotzdem redet diese Person, immer wenn
du sie triffst, weiter und weiter von denselben Problemen.

– Und du verstehst die Welt nicht mehr. Und es nervt dich auch, weil du weisst,
dass es viel einfacher sein könnte und auch weil dir diese Jammergespräche so
viel Energie abziehen.

Ich kenne diese Situation übrigens sehr gut.
Wie oft habe ich versucht, zu helfen und zu unterstützen!

Mitzudenken und ungemütliche Situationen, in die andere rutschen könnten, schon zu entschärfen, bevor sie überhaupt eintreten. Meist ungefragt und auch unabhängig davon, ob diese überhaupt zu meinem Verantwortungsbereich gehören …

Und weisst du was?

Es hat mich unendlich gestresst!!
Und es war anstrengend!!
Aaarrrggghhhhh!!!!!!!

Ich war total im Stress mit den Problemen der anderen, habe gelöst, unterstützt, energetisch ausgeglichen, vermittelt und weiss der Kuckuck was noch alles!

Und war dann masslos enttäuscht und verletzt, wenn mein Beitrag überhaupt nicht gesehen, geschweige denn wertgeschätzt wurde.

Oder ich wurde wütend und war frustriert, wenn meine Tipps, für die ich mich so angestrengt habe oder in die ich so viel Zeit investiert habe, nicht umgesetzt wurden, sondern von „einem Ohr ins andere gingen“: auf der einen Seite rein, auf der anderen raus!

Und ich brannte dabei aus.

 

Es ist nämlich verdammt mühsam, ständig die Probleme der anderen zu lösen!

 

Aber es war fast wie eine Sucht, ich konnte gar nicht anders … kennst du das auch?

Als ich mit Access Consciousness® begonnen habe zu arbeiten, hat sich dies auf einmal verändert, ohne dass es mir zunächst aufgefallen ist.

Ich bekam einen völlig anderen Blick auf die Dinge, weil mir auf einmal Fragen gestellt wurden. Und eine Frage traf meinen wundesten Punkt:

Wo versuchst du durch diesen Aktionismus für andere deine Kontrolle zu rechtfertigen?

Autsch. Urks. Das sass. Treffer versenkt.

 

Und wenn ich gaaanz gaaanz ehrlich zu mir war, ging es in erster Linie nicht immer darum, für andere ein Beitrag zu sein, sondern darum, die Situationen oder die Menschen zu kontrollieren.

Oder es ging darum, etwas dafür zu bekommen (Anerkennung zum Beispiel) oder etwas zu vermeiden (mehr Arbeit, Stress …), in welcher Form auch immer.

Nicht gerade eine glorreiche Erkenntnis, oder?

Aber mein Verstand war natürlich sofort hellwach und konterte:

– Ich kann doch meine Liebsten nicht ins offene Messer rennen lassen!
– Eine gute Mutter (wahlweise Freundin, Kollegin, Nachbarin, Partnerin …) kümmert
sich und sorgt sich eben!

 

Du kennst diese innere Unterhaltung sicherlich, oder?

Heute bin ich unendlich dankbar dafür, dass ich dieses Muster überhaupt erst einmal erkannt habe. Es ist mir bewusst geworden und das ist der erste Schritt zur Veränderung!

Und glaub mir, mein Leben ist dadurch so unglaublich viel leichter geworden – einfach weil ich mit dem, was mir andere erzählen (und das, was ich von ihnen wahrnehme) nichts mehr machen muss.

Ich nehme mir in diesen Fällen mein „virtuelles Popcorn“, setze mich in „meinen virtuellen Kinosessel“, höre und schaue einfach nur zu und mache – genau – nichts. Ich bin einfach.

Es sei denn, ich werde (verbal und tatsächlich – energetisch zählt nicht!!) um meine Meinung gefragt oder um Tipps, Hilfe oder Unterstützung gebeten.

 

Und wenn du um Unterstützung gebeten wirst … atme erst einmal tief durch … denn sogar dann (!!) hast DU immer noch die WAHL, ob du dich hier einbringen möchtest oder nicht.

Hier möchtest du vielleicht eine Frage stellen und nachspüren, was sich leicht für dich anfühlt:

Wahrheit, trägt es allen Beteiligten bei, wenn ich … helfe, mache, erzähle etc.?

 

Und glaube mir, es wird sich alleine dadurch viel mehr Freude & Leichtigkeit in deinem Leben zeigen (ok, vorausgesetzt du erlaubst dir Freude & Leichtigkeit in deinem Leben, aber das ist ein anderes Thema … *lach*).

Hier habe ich übrigens vor längerer Zeit auch schon mal darüber berichtet, wie du mit Veränderungsverweigerern besser umgehen kannst.

Vielleicht ist dieser Artikel auch noch ein Beitrag für dich?